Für uns gibt es eine Maxime: keine öffentlichen Fotos unserer Tochter im Internet. Dagegen hatten wir uns schon zu Zeiten der Schwangerschaft entschieden.

Jetzt möchte man aber doch der Verwandtschaft – vor allem denjenigen, die nicht gerade in unserer Nähe wohnen – die neuesten Entwicklungsfortschritte nicht vorenthalten oder einfach schöne Fotos teilen.

Anfänglich verwendete ich dafür noch Picasa – bevor es in Google+ aufging. Ich mochte das Konzept, dass ich Alben nur mit einem von mir festgelegten Nutzerkreis teilen konnte und die öffentlichen URLs sind hinreichen komplex, als dass sie nicht erraten werden können.

Aber richtig glücklich waren wir mit der Lösung von Anfang an nicht. Eigentlich wollte ich nicht, dass der Riese aus Mountainview Bilder meiner Tochter in seine Fänge bekam. Ich weiß nicht, was mit den Daten passiert. Vor allem weiß ich nicht, wie lange sie noch gespeichert sind, selbst wenn ich sie lösche. Weg ist nicht unbedingt weg. Und im Internet gilt das schon zweimal.

Schon vor den Snowden-Enthüllungen fing ich an, all meine weit verstreuten Daten (Dropbox, Picasa, Google Mail, …) wieder einzusammeln. Was möglich war, wollte ich wieder selbst hosten.

Mit Snowden war dann aber auch der Entschluss da, Google die Bilder meiner Tochter weg zu nehmen. Ich fand ein schnuckeliges, kleines Fototool namens Lychee, dass eigentlich alles bietet was ich will – nämlich so ziemlich gar keine Funktionalität, außer Bilder anschauen und die Bilder (Alben) mit Passwörtern sichern zu können.

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Und so halten wir es nun. Kein Cloudanbieter kennt die neuesten Bilder meiner Tochter. Sie sind weitesgehend unter meiner Kontrolle. Das Passwort erhalten nur Leute, denen wir vertrauen, der Link auf die Lychee-Installation ist versteckt und hochgeladen wird über die klassische PHP Upload Funktion auf einen HTTPS Server.

Paranoid? Vielleicht … Ist das sicher? Sicher nicht. Aber es ist zumindest hinreichend sicher, als das ich ein ganz gutes Gefühl habe die Daten wieder unter meiner Kontrolle zu haben und nicht vom Wohlwollen eines Giganten aus Mountainview abhängig zu sein.

Wie haltet Ihr das mit Bildern bei Facebook & Co.? Welche Lösungen habt Ihr euch ausgedacht? Interessiert mich. 🙂